Nicole und Mario aus Schaffhausen in der Schweiz bauen Ihr GREENVILLE HAUS. Heute berichten Sie über Ihre ersten Eindrücke. Da den meisten Menschen in Deutschland und Österreich das Schweizerdeutsch unverständlich ist, fügen wir Euch unten die Übersetzung an.

Mario ist mit seiner Masterarbeit und seinem Fulltime-Job zeitlich sehr angespannt, sodass er sich nicht um den Bau kümmern kann und die gesamte Verantwortung seiner Frau übertragen hat. Wie Nicole das stemmt und was Feenstaub damit zu tun hat, das lernt ihr in dieser Folge.

Transkript dieser Podcastfolge:

Carmen: Wir sind heute Zuhause bei Nicole und bei Mario im Kanton Schaffhausen. Heute ist ein ganz großer Tag für die beiden, denn das neue Haus ist heute gekommen. Erzählen Sie doch einmal, wie Sie den Tag erlebt haben.

Mario: Weihnachten im März

Nicole:  Sehr beeindruckend als die Wände gekommen sind. Heute Morgen war nur eine Bodenplatte auf der Wiese und heute Abend steht das Haus schon fast mit zwei Stockwerken. Wahnsinn. Vorher war immer alles nur auf Papier.

Carmen: Wann waren Sie heute Morgen auf der Baustelle?

Nicole: Um sieben Uhr. Da war schon der erste LKW da. Sie haben die ersten Vorbereitungen getroffen.

Carmen: Was ist das größte Erlebnis an so einem Tag?  Wenn die erste Wand gezogen wird?

Mario: Genau. Das ist schon wirklich „WOW“. Und dann geht es wirklich „Schlag auf Schlag“. Alle sind so eingespielt. Innerhalb von 1,5 bis 2 Std. ist das Erdgeschoss schon gestanden. Da mussten sie nur noch die Innenwände machen. Das ist wirklich Wahnsinn.

Carmen: Manche Bauherren sagen zu mir, dass ist als ob man frisch heiratet oder als ob man ein Kind bekommt. Ist das so vom Gefühl, kann man das so sagen?

Nicole: Ja es ist wie eine Art Geburt. Man plant und entwickelt so lange und passt das eine oder andere immer wieder an. Auf einmal ist alles fix, so wird es jetzt, und dann kommt das Haus. Es ist vergleichbar mit einer Schwangerschaft und einer Geburt.

Carmen: Es ist ja auch fast so lange. Wann waren Sie das erste Mal bei mir?

Mario: Das ist ein halbes Jahr her.

Nicole: Mehr.  

Carmen: Ich hätte ein Jahr gedacht. Oder? Im Frühling vor einem Jahr ca. im März.

Mario: Stimmt ja.

Carmen: Und wir haben hier ja noch eine spezielle Situation. Mario studiert und hat einen stressigen Job. Das heißt er ist wenig da und überlässt alles Nicole. Die heutige Folge werde ich dem nach „Wenn Frauen bauen“ nennen. Sie hat sich um alles gekümmert und das war auch nicht so einfach in der letzten Zeit. Vor allen Dingen hat Nicole den Tiefbau allein gestemmt. Den Tiefbau machen wir sonst mit, aber in ihrem Fall hat sie den Tiefbau ganz allein gemeistert. Das ist schon immer eine Herausforderung.  Erzählen Sie mal:

Mario: Nicole hat mich am Abend gebrieft wie der Stand ist. Die Unsicherheiten, was uns gefällt oder auch nicht, haben wir dann diskutiert und im Anschluss immer einen Konsens gefunden. Und das praktisch jeden Abend.

Carmen: Aber das war nicht einfach, oder? Die letzten 3 Wochen waren sehr intensiv.

Nicole: Spannend ist, dass Männer anders kommunizieren als wir Frauen. Und Männer auf dem Bau kommunizieren nochmal anders – oder gar nicht. Als Frau dazwischen muss man dann mal sagen: „Der eine will das, und der andere möchte das. Und jetzt müsst ihr irgendwie zusammenkommen und miteinander sprechen.“ Ich wurde auch Sachen gefragt, von denen ich überhaupt keine Ahnung hatte.

Carmen: Ich mache das jetzt schon ca. 15 Jahre und das spannende ist, dass der Handwerker sich immer an das schwächste Glied wendet. So bekommt er vielleicht ein OK und es kann weiter gehen.  Das ist kein Einzelfall, das ist einfach so. Das kenne ich alles.

Jetzt muss ich aber mal fragen: Also für alle die das nicht verstehen, die müssen jetzt weghören.

Wir haben mit Feenstaub gearbeitet.

Nicole: Ja genau. Das ist das einzige was wirklich funktioniert hat. Feenstaub funktioniert, das ist Wahnsinn. Das ist so beeindruckend. Die ganze Woche war katastrophales Wetter vorhergesagt. Wir haben uns so sehr schönes Wetter für unseren Hausaufbau gewünscht. Und heute schien die Sonne. Es war zwar kalt, aber die Sonne hat geschienen. Es hat nicht einmal gewindet. Gestern noch ein Schneesturm wie in Alaska und heute perfektes Aufbauwetter. Jetzt brauchen wir für morgen auch noch ein bisschen Feenstaub.

Carmen: Aus Ihren Erfahrungen, da Sie die Bodenplatte und den Tiefbau selbst koordiniert haben: Ein Mensch der nicht optimistisch, sondern pessimistisch ist, ist dieser in der Lage ein Haus zu bauen?

Nicole: Generell kann jeder ein Haus bauen. Als Pessimist lohnt es sich vielleicht, dass mal alles aus einer Hand machen lässt.  Definitiv. Wir haben die Bodenplatte rausgenommen, weil wir diese erst selbst machen wollten. Dann haben wir einen super Kontakt vermittelt bekommen. Ich glaube es hat so gut funktioniert, weil ich immer wieder positiv war. Wenn ich ein ängstlicher Mensch wäre, wäre das sehr viel anstrengender gewesen.

Carmen: Nach meiner Erfahrung kommt auch nichts Gutes dabei raus. Jedes Mal, wenn wir dachten „Was ist das denn jetzt wieder?“ – Haben wir Feenstaub bestellt.

Wie haben Sie das erlebt Mario?

Mario: Grundsätzlich muss man das Interesse dafür haben. Und sich nicht scheuen, auch wenn es mal technisch wird und man nicht vom Fach ist. Mit dem Mut und dem Interesse, wird man mitgenommen und dann ersteht das Projekt. Wir waren nie allein und hatten immer die Profis um uns. Falls wir einen Fachbegriff nicht verstanden haben, konnten wir das ganz offen kommunizieren. Dann wurde es erklärt und es war alles klar.

Carmen: Ich finde es toll, dass Sie das auch so sehen. Bauen an sich ist einfach und keine Hexerei.  

Heute ist das Wetter super und die Leute gut drauf. Da läuft alles wie geschmiert. Schlechte Laune und schlechtes Wetter würde das beeinflussen. Es ist von der Psychologie sehr viel abhängig.

Mario: Es hat auch viel mit dem Mut zu tun Fragen zu stellen. Vor allem bei Stellen wie der Gemeinde oder dem Kanton. Falls man etwas nicht versteht, z.B. beim Ausfüllen eines Formulars, und den Mut hat dort anzurufen, sind diese wahnsinnig hilfsbereit.

Carmen: Wie es in der Bibel steht „Klopfet an und es wird euch aufgetan“. Genau so ist das.

Wie haben Sie uns damals gefunden oder sind Sie denn überhaupt auf die Idee gekommen so ein Haus zu bauen?

Mario: Das ist meine Schuld. Ich habe immer gesagt, ich möchte dreimal bauen. Das ist jetzt das zweite Mal. Nicole hat sich immer dagegen gewährt. Ich habe mir dann überlegt, wie ich meine Frau überzeugen kann, so ein Projekt in Angriff zu nehmen. Sie ist in der USA aufgewachsen. Ich habe angefangen nach Häusern in diesem Design und doch individuell zu suchen. Nicht aus dem Katalog, dass wollte ich nicht. Dann habe ich wirklich einmal angefangen zu Googlen was es überhaupt für Anbieter gibt. Da bin ich bei Greenville hängen geblieben. Das New-England Design, das Romantische und verspielte hat mich beeindruckt. Ich habe es Nicole gezeigt, und sie war hin und weg. Sie ist zum Teil in solchen Häusern aufgewachsen. Dann ist der erste Kontakt entstanden.

Nicole: Mario ist zu mir gekommen und hat mir eine Youtube Video von Greenville gezeigt und wir haben uns das Magazin bestellt. Mario wollte unbedingt mit Ihnen bauen. Dann haben wir von Ihnen einen Anruf aus Amerika erhalten. Ich konnte das nicht glauben, dass Sie uns aus Amerika angerufen haben.

Carmen: So geht das. Ganz einfach. Man bestellt das bei Universum und dann funktioniert es.

Mario: Häuser mit Seele, das hat uns überzeugt. Obwohl Nicole eigentlich nicht bauen wollte.

Nicole: Er hat erst gesagt, dass er alles selbst macht. Ich habe ihm gesagt, dass das gar nicht geht. Er macht gerade die Master Arbeit und hat einen 100 % Job.

Carmen: Ich weiß noch, als wir uns das erst mal getroffen haben, musste ich Sie immer wieder beruhigen. Ich weiß gar nicht mehr was das war. Sie mussten andauern Entscheidungen treffen.

Nicole: Ich habe die Entscheidungen entsprechend der Situation und meinem Gefühl getroffen. Mario kam im Nachhinein und hat mir gesagt, er hätte das anders gemacht. Da bin ich Sauer geworden. Wir haben uns irgendwann darauf geeinigt, dass er mir die ganze Verantwortung übergibt. Und dann lief das.

Carmen: Dann lief das wie Butter. Und wenn das nicht gereicht hat, haben wir Feenstaub eingesetzt.  Und dann ging das – immer.

Mario: Wir haben auch den Vorteil, dass wir einen sehr ähnlichen Geschmack haben.

Carmen: Auch das Haus war relativ schnell klar. Das wird sehr schön.

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